Google verlängert Einspruchsfrist gegen Street View – und schikaniert Antragsteller

Wer in einer der zwanzig größten deutschen Städte wohnt, hat jetzt bis einschließlich 15. Oktober Zeit, vorab gegen die Veröffentlichung von Bildern seines Hauses oder seiner Wohnung in der Google-Maps-Panoramaansicht Street View Einspruch zu erheben. „Wir möchten damit den Bürgern, die sich gegen eine Veröffentlichung ihrer Häuser oder Wohnungen bei Street View entscheiden, ausreichend Zeit für ihren Widerspruch geben“, begründet Philipp Schindler, Chef von Google Europa, diesen Schritt in einem Blogeintrag. Zunächst sollte die Frist nur vier Wochen dauern. Damit kommt Google den Forderungen von Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner CSU und EU-Justiz-Kommissarin Viviane Reding entgegen.

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Es ist zwar schön dass die Einspruchsfrist verlängert wird und und auch darüber hinaus jederzeit möglich sein soll, aber warum schikaniert Google die Antragsteller mit mit der Aufforderung möglichst detailgenau Angaben zum Gebäude machen zu müssen?

Alle Aufnahmen werden direkt mit Geodaten versehen, sonst könnte Google die Aufnahmen ja selbst nicht genau zu dem jeweiligen Gebäuden zuordnen. Wird für den Widerspruch die Adresse eingegeben, zeigt Google Map den exakten Standort an, wozu also jetzt noch Angaben zur Dachform und Farbe, Fassade, Anzahl der Stockwerke und evtl. Besonderheiten am oder vor dem Gebäude? Markiert man das Kästchen, dass man keine weiteren Angaben zum Gebäude machen möchte, erfolgt der Hinweis, dass dann u.U. die Identifizierung nicht möglich sei – trotz der eindeutigen Verknüpfung der Geodaten mit den Aufnahmen seitens Google. So etwas nenne ich Schikane, weil absolut unnötig, mit der Absicht den einen oder anderen vom Widerspruch abzuhalten.

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