heise online – Steve Ballmer und René Obermann: Offene Plattformen und Standards fürs Cloud Computing

Beim Cloud Computing, das die Basis liefert für Web-Anwendungen und die Software-Versorgung über Internet, liegt der Schwerpunkt der Rechenleistung, Anwendungsbereitstellung und Datenspeicherung nicht auf dem Client, sondern bei den Servern, die in Grids und großen Serverfarmen organisiert sind. Nach einer aktuellen Studie soll der Umsatz von 1,14 Milliarden Euro in diesem Jahr auf 8,2 Milliarden Euro im Jahr 2015 steigen, das Umsatzwachstum liege bei 48 Prozent pro Jahr.

Für diese enormen Steigerungen sei eine robuste IT-Infrastruktur notwendig, betonte der Telekom-Chef. „Am Ende ist für den Erfolg von Cloud Computing vor allem entscheidend, ob und dass die IT in der Wolke funktioniert. Und zwar rund um die Uhr.“ Momentan leide die Branche aber noch unter Anfangsschwierigkeiten: Viele Unternehmen trauten der neuen Technik noch nicht. „Geschäftskritische Prozesse landen oft noch nicht in der Cloud“, beklagte Obermann. Zu groß seien die Bedenken wegen Datenschutz und den anderen rechtlichen Rahmenbedingungen. So hätten viele Unternehmen große Angst vor Datenverlusten und Indiskretionen.

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Das zeigt, dass es doch noch immer gesunden Menschenverstand gibt, der Eins und Eins zusammen zählen kann. Jeder weiss aus eigener Erfahrung, dass es weder 100%ige Verfügbarkeit noch Sicherheit in der digitalen Welt gibt und in den Clouds schon gar nicht. Hacker und Terroristen haben und werden jedes System knacken, mal schneller mal langsamer, aber es wird geknackt. Damit ist ein Unternehmen, je nach Branche, u.U. innerhalb weniger Stunden, in denen der Zugang zu den Prozessen und Daten in der Cloud blockiert wurden, pleite.

Wenn der Wettbewerb auf dem Markt und vor Gericht nicht mehr dafür sorgt, dass die Konkurrenz auf ihren Plätzen bleibt, dann finden sich bestimmt ein paar Hacker die dafür sorgen, dass das unbequeme Unternehmen in den Clouds abstürzt – ein Schelm, wer da Böses denkt.

Und für den internationalen Terrorismus sind die Cloud’s ein gefundenes Fressen um die Wirtschaft und damit auch die Politik eines Landes lahm zu legen. Vorbei die Zeiten wo Selbstmordattentäter geopfert werden mussten, die Jungfrauen warten auf die erfolgreichen Hacker.

Die einzige „wahre“ Lösung ist ein weltumspannendes Netzwerk von großen und kleinen Rechnern die gleichzeitig Client und auch Server sind. Damit würde nicht ausgeschlossen dass „Software on Demand“ in großem Umfange vom Hersteller kostenpflichtig bereit gestellt wird, genauso wie Freeware Software nach Bedarf eingesetzt werden kann. Jeder Nutzer kann dabei jederzeit frei wählen welche Software er nutzen und ob er seine Daten dabei lokal oder auf Serverfarmen hosten lassen will.

[update] unter Kommentare „Heise | Wie sicher ist Cloud Computing?“ http://bit.ly/daIZJL [/update]

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2 Antworten zu heise online – Steve Ballmer und René Obermann: Offene Plattformen und Standards fürs Cloud Computing

  1. Rolf Schaumburg schreibt:

    Heise | Wie sicher ist Cloud Computing?

    Sicherheitsbedenken bremsen den erwarteten rapiden Vormarsch des Cloud Computings bisher noch. Wie man den Bedenken der Unternehmen begegnen kann, war auch Thema einer Konferenz des Branchenverbands Bitkom in Köln. „Solange es Verbrecher gibt, kann man keine totale Sicherheit garantieren“, sagte Microsoft-Chef Steve Ballmer. Telekom-Chef René Obermann betonte die hohen Sicherheitsstandards in den eigenen Rechenzentren, plädierte aber für weitere Lösungen wie staatliche Zertifikate, um das Vertrauen der Kunden zu stärken.

    weiter lesen auf http://www.heise.de/newsticker/meldung/Wie-sicher-ist-Cloud-Computing-1103761.html

    „Gustavo Alonso von Cloud-Software-Anbieter Zimory versuchte Bedenken zu zerstreuen, dass der Markt für Cloud-Dienste bald nur noch von wenigen Anbietern bestimmt werde. „Gerade im Enterprise-Bereich gibt es sehr viele unterschiedliche Anforderungen an die
    Clouds“, sagte Alonso. Ergebnis werde daher ein Markt sein, in dem vielfältige unterschiedliche Geschäftsmodelle und Anbieter nebeneinander existieren könnten.“

    Das ist heute schon so, auch ohne Cloud’s können die Großen nicht alle Nischen abdecken so dass sich dort viele kleine Unternehmen etablieren können. Nur mit den Cloud’s werden diese kleinen Unternehmen in Abhängigkeit von den Zugangsdiensten der Großen geraten und diese können dann kontrollieren ob sich jemand den Interessen der Großen konform verhält und somit geduldet wird, oder
    andernfalls abgeschnitten wird. Die Aussage von Cloud-Software-Anbieter Zimory zielt schon in diese Richtung,
    Konformität zu signalisieren um geduldet zu werden.

    „“Solange es Verbrecher gibt, kann man keine totale Sicherheit garantieren“, sagte Microsoft-Chef Steve Ballmer.“ – Ist nur ein Teil der Wahrheit: Solange Programmierer nicht sicher programmieren können, wird es Verbrecher geben die die Fehler ausnutzen. Und nicht
    nur Verbrecher. Und mit den Cloud’s wird es noch lukrativer für Verbrecher, weil einfacher vom heimischen Sessel, z.B. kein Einbruch mehr in die Firmenzentrale oder in das Forschungszentrum, kein langwieriges Ausspähen von Zielpersonen usw..

    „“Recht darf Innovationen nicht verhindern“, erklärte Heckmann.

    Richtig Herr Heckmann, aber Recht muss Anwender vor den Risiken von Innovation schützen.

    „Durch das Cloud Computing würden zwar neue Unsicherheiten
    geschaffen, gleichzeitig würden aber auch alte Probleme nicht mehr auftreten.“

    Alte Probleme sind bekannte Probleme und i.d.R. gibt es zu mindestens „workaround’s“ um damit umzugehen, die wirklich neuen Probleme sind solange nicht bekannt bis sie zum ersten Male auftreten. Und leider werden in diesm Bereich Probleme am liebsten erst dann zur Kenntnis
    genommen, wenn man bereits eine Lösung hat.

    „Die Risiken müssten daher gemäß der Verhältnismäßigkeit bewertet werden. Sicher könne es zu Datenlecks kommen, diese Gefahr dürfe aber nicht einseitig betrachtet werden. „Entscheidend ist, was passiert, wenn solche Verstöße auftreten“, sagte Heckmann.“

    Als Unternehmen und Unternehmer bin ich gesetzlich gezwungen in allen Betriebsprozessen Risikobewertungen durchzuführen und entsprechende Schutzmaßnahmen einzurichten. Da alle Kernprozesse ein verhältnismäßig hohes Risiko beinhalten, bei Manipulationen und/oder
    Verlust den Bestand des Unternehmen extrem zu gefährden, kann ich diese nicht in die Cloud’s gegeben, solange nicht wie nicht zweifelsfrei feststeht, dass sie dort mindestens so sicher sind wie in den Unternehmensräumlich-keiten. Ich denke, diesen Beweis können sie nicht antreten und Gesetzesänderungen ändern daran auch nichts.

  2. Susanne schreibt:

    Guter Beitrag! Da muss man mal genauer recherchieren! Weiter so!

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