heise online – Spion schluckt Spion

Über die Gründe für den Rückzug gibt es keine genauen Angaben, angeblich soll sich der ehemalige ZeuS-Entwickler komplett aus dem Internet zurückgezogen haben. Möglicherweise wurde ihm der Boden zu heiß, weil ihm aufgrund des Erfolgs von ZeuS einige Ermittler auf der Spur sein dürften und ZeuS immer mehr ins Rampenlicht gerät. ZeuS ist unter anderem für die steigenden Schadenszahlen beim Online-Banking verantwortlich. Kürzlich hatte Microsoft ZeuS-Signaturen in sein Malicous Software Removal Tool aufgenommen.

Unterdessen scheint ein weiteres Botnetz das Zeitliche gesegnet zu haben. Niederländische Ermittlungsbehörden haben nach eigenen Angaben das Bredolab-Botnetz zu Fall gebracht, indem sie 143 Comand&Control-Server vom Netz genommen haben. Schätzungsweise 30 Millionen Windows-PCs sollen weltweit mit dem Trojaner Bredolab infiziert sein. Nach Beobachtungen des „Dutch High Tech Crime Team“ habe das Botnetz durch den Versand infizierter E-Mails monatlich 3 Millionen neue PCs befallen können. Interessanterweise wollen die Behörden offenbar die Struktur des Botnetzes nutzen, um betroffene Anwender über die Infektion ihres PC zu informieren. Dazu sollen Anwender beim nächsten Login eine Nachricht mit Informationen über den Grad der Infektion sowie Tipps zur Desinfektion erhalten.

alles lesen via heise online – Spion schluckt Spion.

Im Prinzip keine schlechte Idee die Struktur des Botnetzes zu verwenden um es zu eliminieren – aber wie reagiert jemand wenn er nach dem Bootvorgang plötzlich eine entsprechende Meldung auf seinem Rechner erhält, möglicherweise noch in einer Sprache die er nicht versteht, wenn er vorher nichts über den Vorfall in der Presse gelesen hat?

Vor dem vorgaukeln eines angeblichen Viren/Würmer/Trojanerbefalls  durch unerwartete Einblendungen wird ja nun auch reichlich gewarnt. So mancher wird es auch einfach als Hoax abtun und eben nicht reagieren.

Advertisements

Über rolfschaumburg

Truck-Driver ++ Cosmopolitan ++ Open Networker ++ Sailor ++ Dive-Instructor ++ Golfer ++ Yacht & Floating Home Lover
Dieser Beitrag wurde unter Internet, IT-Security abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Antworten zu heise online – Spion schluckt Spion

  1. rolfschaumburg schreibt:

    Ich denke man kann dem normalen Benutzer schon zumuten sich über die Quelle der Sicherheitswarnungen zu informieren und einige vertrauenswürdige auszuwählen. Ich denke auch, dass der normale Benutzer nicht ganz so dumm bzw. uninformiert ist, wie er oft dargestellt wird. Silversurfer.de sollte vielleicht eine Liste vertrauenswürdiger Seiten, wie z.B. Heise oder auch das BSI, aufstellen um die Fähigkeit zu fördern zwischen echten und falschen Sicherheitswarnungen noch besser unterscheiden zu können.

  2. Silversurfer schreibt:

    Den meisten Internet-Nutzern kann man meiner Erfahrung nach nicht zumuten, zwischen echten und falschen Sicherheitswarnungen zu unterscheiden. Bei http://www.silversurfer.bz gehen immer wieder Anfragen ein, ob eine Sicherheitswarnung ernst zu nehmen oder eben gerade zu ignorieren sei.

Kommentare sind geschlossen.