LinkedIn führt Zensurmöglichkeit für Gruppeneigner und Manager ein

Ian McCarthy, Principal Product Manager bei LinkedIn, kündigte vor drei Tagen im „LinkedIn Groups Product Forum“ ein neues Tool für Gruppeneigner und Manager an, dass diesen erlaubt, insbesondere bei neuen Mitgliedern, das direkte posten von Diskussionsbeiträgen zu untersagen. Erst nach einer Überprüfung durch den Gruppenverantwortlichen kann dieser Beitrag dann freigegeben werden, oder auch nicht.
Ich halte das für einen Schritt zu weit in der Gruppenmoderation in Richtung Zensur. Spammer und Störer, die sich nicht an Gruppenregeln halten, können bereits geblockt werden, sofern man sie nicht besser direkt aus der Gruppe entfernt, eine Möglichkeit die schon ein hohes Maß an Fingerspitzengefühl von den Gruppenverantwortlichen fordert. Zudem können die Gruppenmitglieder unangemessene Beiträge melden. Diese werden vom Verantwortlichen dann manuell entweder in die entsprechende Rubrik verschoben oder gelöscht, oder mit der Funktion, nach einer durch den Gruppenverantwortlichen festgelegten Anzahl von Meldungen durch Mitglieder, automatisch löschen zu lassen.
Gruppenverantwortliche die ihren Diskussionsbereich frei von Werbung und Stellenanzeigen halten wollen, können selbst oder durch Mitglieder erlauben, dass entsprechende Beiträge in die dafür vorgesehenen Bereiche verschoben werden können.
Die neuen Einstellmöglichkeiten, über die die Mitglieder insgesamt bisher nicht informiert wurden, eröffnen m.E. nach zusehr Tür und Tor für eine Zensur durch die Verantwortlichen bzw. den Eigner einer Gruppe, nur solche Beiträge zuzulassen die ihm genehm sind. Auch wenn diese unerwünschte Verwendung des neuen Tools vehement ausgeschlossen wird, von den ca. 20 befürwortenden Gruppenmanagern, reicht die Einrichtung einer Zensurmöglichkeit meiner Meinung nach schon aus um diese abzulehnen. Insbesondere da in den Diskussionen um dieses neue Feature sogar noch nach Verschärfungen der Möglichkeiten gefordert, z.B. das explizit ausgewählte Mitglieder vom posten von Diskussionsbeiträgen ganz ausgeschlossen werden können.

Die neuen Einstellungen sehen folgendermaßen aus:

Genehmigungen:

Einschränkungen:

  • Tage
  • Tage

Hier der Originaltext der Ankündigung:

Announcing Pre-Display Moderation Options for LinkedIn Groups

We are pleased to introduce the newest additions to the ever-expanding quality-control toolkit for LinkedIn Groups: powerful, flexible tools for screening content before it displays in the group.

The most important of these new tools:

1. The default permission-levels for the group, which can be adjusted in Manage > Group Settings under the Permissions and Restrictions area. This is where you can decide what types of content need screening and what default restrictions you want. For example, many group managers have told us that the ability to screen content from new members of the group is their most important need – now that option is available, as well as the option to customize what „new“ means for your own group.

2. The Submissions Queue, which is where submitted content awaits review by managers and moderators before display in – or deletion from – the group. From the Submissions Queue you can approve or delete content and also change the permission-level of anyone who has authored content in the queue. This is a great way to screen out spammers further upstream than ever before – as well as to discover and validate valuable new contributors. This Submissions Queue is located at Manage > Submissions Queue, and when there is new content awaiting you in the queue, you will see an alert about it on your My Groups page and atop the Manage section of the group digest email.

You can also adjust the permission-level of any active member from her Activity page for the group or from Manage > Participants > Members. The popular „remove, block, and delete all content from“ option has now been joined by additional permission-level options.

These powerful, flexible features are the direct result of the many detailed conversations we’ve had with the members of this forum and other users on LinkedIn – thank you, as ever, for your continued collaboration and critique as we work together to make LinkedIn Groups ever more valuable for millions of professionals worldwide.

update


Im Blog von Stephan Koß gibt es noch ein paar verdeutlichende Screenshot zum Thema:

http://linkedinsiders.wordpress.com/2010/10/31/neue-features-gruppen

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2 Antworten zu LinkedIn führt Zensurmöglichkeit für Gruppeneigner und Manager ein

  1. Ronald schreibt:

    Sehr aufschlussreich. Mit diesem Thema hab ich mich auch schon auseinandergesetzt. Freue mich auf weitere Ausführungen zu diesem Thema.

  2. Pingback: Neue Features für Moderatoren – Kleinigkeiten zu Halloween « LinkedInsider Deutschland

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