Die Macht der „Cloud“ Anbieter – demonstriert an Wikileaks

Natürlich ist Wikileaks jetzt ein sehr extremes Beispiel, aber es demonstriert exakt was passieren kann, wenn Cloud-Nutzer sich möglicherweise nicht als konform zeigen.

Hal Faber bringt es in seiner Wochenschau vom 5. Dez. 2010 mit diesen Worten auf den Punkt:

„Auf Wikileaks hat Amazon reagiert und kurzerhand alles Gerede von den Segnungen des Cloud Computing als Unfug enttarnt. Wer jetzt nicht Zweifel an der Cloud hat, hat keinen Verstand mehr, dem er sich bedienen kann, um die Marktinteressen der Cloudanbieter zu analysieren. Nach Amzon zog EveryDNS den Stöpsel, danach PayPal. Alle drei fanden flugs passende Passagen in ihren Geschäftsbedingungen, damit der Infrastruktur-Krieg mit einem legalen Mäntelchen drapiert werden konnte. So enthüllt der Stresstest, dass „Terms of Service“ im Informationskrieg immer auch „Terms of War“ sind.“

Cloud Computing kann im Prinzip eine feine Sache sein, der Kommunismus ist im Prinzip auch eine feine Theorie, aber halt nicht mit Menschen zu machen, da der Missbrauch nicht auszuschließen ist. Jedes Unternehmen wie Privatpersonen, die sich auf Cloud Computing einlassen, sind ab dem Moment davon abhängig sich als Konformisten zu bestätigen und nicht gegen AGB’s und politische Zielsetzungen zu verstoßen.

Die große Gefahr sehe ich dabei noch nicht einmal in der offiziellen Sperrung, dagegen könnte man sich per Gericht verteidigen, sondern die Einschränkung der Erreichbarkeit durch sogenannte unbestimmbare „Netzfehler“, für die der Provider/Diensteanbieter die Verantwortung ablehnen kann, was u.U. auch richtig sein kann, sofern sich Dritte in die Kommunikation zwischen Nutzer und Dienstanbieter einschalten. Wer „Dritte“ sein können kann sich wohl jeder selbst vorstellen. In allen Fällen kann es aber bei Unternehmen über kurz oder lang in die Pleite führen.

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