Angst vor dem Vergessen – Japan drei Jahre nach der Fukushima-Katastrophe | heise online

Angst vor dem Vergessen – Japan drei Jahre nach der Fukushima-Katastrophe | heise online.

Vor drei Jahren suchten ein schweres Erdbeben und ein Tsunami den Nordosten Japans heim. Im Atomkraftwerk Fukushima kam es zum Super-Gau. Der Wiederaufbau kommt nur schleppend voran. Mehr als 100.000 Menschen leben in Behelfsunterkünften.

Regierungschef Abe machte am Vorabend des Jahrestages der Katastrophe unmissverständlich deutlich, dass er wieder Atomkraftwerke ans Netz bringen will. „Ich möchte Reaktoren hochfahren, die gemäß den strikten Sicherheitsauflagen der Atomaufsicht für sicher befunden wurden und zugleich das Verständnis der lokalen Bevölkerung gewinnen“, sagte Abe am Montag vor einem Parlamentsausschuss.

Einigen Bewohnern Namies wurde Hoffnung gemacht, noch im März heimkehren zu dürfen. Da die Dekontaminierung auch aus Mangel an Arbeitskräften aber nicht wie geplant vorankommt, wurden sie auf weitere drei Jahre vertröstet. Und so bleiben die Menschen verstreut auf andere Regionen.

Fukushima und seine Opfer dürfen nicht vergessen werden – und es darf nicht vergessen werden wie unmenschlich sich Politiker und Atomlobby gegenüber den betroffenen Opfern verhalten. Es werden keine Kosten gescheut die Atommeiler wieder an die Netze zu bringen, aber es ist ihnen komplett egal unter welchen Menschenunwürdigen Bedingungen die Betroffenen leben und noch viele Jahre leben müssen. Eine Schande für Japan, wo Ehre angeblich so hoch gehalten wird. Eine Schande aber auch für jeden Politiker, der für den Wiedereinstieg ist.

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